Rainbow Soul Follow me Herzlich Willkommen auf unserer Webseite
Labrador Club Deutschland e.V
Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V
Fédération Cynologique Internationale

FCI Standard des Labrador Retriever

FCI-Standard Nr. 122 vom 20. Januar 2012

Labrador Retriever

Klassifikation FCI:

Gruppe 8: Apportierhunde, Stöberhunde,Wasserhunde

Sektion 1: Apportierhunde (mit Arbeitsprüfung)

Kurzer geschichtlicher Abriss:

Geschichtlich gesehen ist man der Auffassung, dass der Labrador Retriever von der Küste Neufundlands abstammt, wo Fischer einen ähnlich aussehenden Hund zum Apportieren der Fische benutzt haben sollen. Der Labrador Retriever ist ein vorzüglicher Wasserhund, der sich nicht nur durch seine Veranlagung, sondern auch durch sein wasserabweisendes Haar und seine einzigartige Rute, die die Form eines Otterschwanzes ähnelt ist, für den Einsatz im Wasser ausgezeichnet eignet.
Im Vergleich zu anderen Rassen ist der Labrador keine sehr alte Rasse. Sein Rasseclub wurde erst im Jahr 1916 gegründet und der Labrador Retriever Club für die gelben Hunde wurde sogar noch später, erst im Jahr 1925 gegründet. Die frühe Bekanntheit des Labradors stammt von den Arbeitsprűfungen her, die ursprünglich im späten 18. Jahrhundert eingeführt wurden. Ein Hund mit dem Namen „Malmesbury Tramp“, wird als einer der Hunde beschrieben, die die Grundlage des modernen Labradors bilden.

Labrador Retriever

Allgemeines Erscheinungsbild:

Der Labrador Retriever ist kräftig gebaut, kurz in der Lendenpartie, sehr rege (was selbstverständlich űbermäßiges Gewicht oder Substanz ausschließt), der Oberkopf ist breit, breit und tief in Brust und Rippenkorb und schließlich breit und stark in Lende und Hinterhand.

Verhalten / Charakter (Wesen):

Die Hunde sollen ausgeglichen und sehr aufgeweckt sein. Weitere Charakteristika: Vorzügliche Nase, weiches Maul und eine begeisternde Wasserfreudigkeit. Die Hunde sind anpassungsfähige, hingebungsvolle Begleiter, dabei intelligent, eifrig und willig, mit großem Bedürfnis seinem Besitzer zu gefallen. Sie sind von freundlichem Naturell mit keinerlei Anzeichen von Aggressivität oder deutlicher Scheu.

Verwendung: Apportierhund

Aussehen:

Kopf:

Oberkopf:
Schädel: breit und gut modelliert, ohne fleischige Backen
Stopp: deutlich ausgeprägt

Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: breit mit gut ausgebildeten Nasenlöchern
Fang: kraftvoll und nicht spitz
Kiefer/Zähne: Kiefer von mittlerer Länge; Kiefer und Zähne kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen
Augen: mittelgroß, mit dem Ausdruck von Intelligenz und gutem Wesen, braun oder haselnussfarben.
Ohren: nicht groß oder schwer und dicht am Kopf anliegend, dabei hoch und ziemlich weit hinten angesetzt

Hals:
trocken, stark, kraftvoll, in gut gelagerte Schultern übergehend

Körper:
Obere Profillinie: gerade Oberlinie
Lendenpartie: breit, kurz und kräftig.
Brust: von guter Breite und Tiefe mit stark gewölbtem, fassförmigem Rippenkorb, wobei dieser Eindruck keinesfalls durch übermäßiges Gewicht erreicht werden darf

Rute:
Kennzeichnendes Merkmal, sehr dick am Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze verjüngend, mittellang und ohne Befederung, jedoch rundherum stark mit kurzem, dickem und dichtem Fell bedeckt und damit in der Erscheinung „rund“, mit einem „Otterschwanz“ vergleichbar. Die Rute kann fröhlich, jedoch nicht gebogen über dem Rücken getragen werden.

Gliedmaßen:

Vorderhand:
Allgemeines: Vorderläufe vom Ellenbogen bis zum Boden gerade, sowohl von vorne als auch von der Seite gesehen
Schultern : Schulterblätter lang und schrägliegend
Unterarm: Vorderläufe von guter Knochenstärke und gerade
Vorderpfoten: rund, kompakt; gut aufgeknöchelt und mit gut ausgebildeten Ballen

Hinterhand:
Allgemeines: gut ausgebildete Hinterhand, zur Rute hin nicht abfallend
Knie: gut gewinkelt
Sprunggelenke: Hacken tiefstehend. Eine Kuhhessigkeit ist im höchsten Masse unerwünscht
Hinterpfoten: rund, kompakt, gut aufgeknöchelt und mit gut ausgebildeten Ballen

Gangwerk:
Das Gangwerk muss frei und raumgreifend sein, dabei in Vor- und Hinterhand gerade und parallel.

Haarkleid:
Haar: kennzeichnendes Merkmal ist kurzes, dichtes, nicht welliges Haar, ohne Befederung, wobei es sich ziemlich hart anfühlt, mit wetterbeständiger Unterwolle

Farbe:
einfarbig schwarz, gelb oder leberfarben/schokoladenbraun. Das Gelb reicht von hellcreme bis fuchsrot. Ein kleiner weißer Brustfleck ist erlaubt.

Größe:
Die ideale Widerristhöhe beträgt bei Rüden 56 bis 57 cm, bei Hündinnen 54 bis 56 cm.

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dabei in seinem Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist und seiner Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.

Disqualifizierende Fehler:

Nebenbemerkung: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.